Vorgeschichte

Wie aus dem Salzflecken Ischl das kaiserliche Ischl wurde

 

Die Sulze wirket in einer Stunde mehr als das trockene Salz in einem Monathe“.

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Diesen Satz von Paracelsus gab dem Ischler Kammerguts-Sekundarphysikus Dr. Josef Götz den Anstoß 1820 in der Badestube seines Hauses, Salienarbeiter mit Rheuma, Gicht und Hauterkrankungen erfolgreich „mittels erwärmter Kochsalzsoole“ zu behandeln. Der von hohen und selbst von höchsten Kreisen konsultierte Dr. Franz de Paula Augustin Wirer kam erstmals 1821, während einer Reise durch das Salzkammergut nach Ischl und schloss so Bekanntschaft mit Dr. Götz.

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Dr. Josef Goetz

Dr. Franz Wirer

 

Und siehe da, schon in den Sommern 1822 und 1823 „überwies“ Dr. Wirer seine ersten Patienten an Josef Götz nach Ischl. Wirer, Götz und der Salinenkontrollor Johann Michael Tänzl gründeten 1823 am Traunufer ein Solebadehaus mit 25 Badestuben. Zu den ersten Gästen zählten Staatskanzler Fürst Clemens Wenzel Lothar von Metternich (1824) und Kardinal-Erzbischof Erzherzog Rudolf Johann Josef Rainer von Olmütz, der Bruder Kaiser Franz I. (1825).

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Die ersten "Kurgäste"

Metternich und Erzherzog Rudolf

 

Der Durchbruch

Erzherzog Franz Karl und seine Gemahlin Sophie Friederike Dorothea von Bayern waren seit 1824 verheiratet, doch ihre Ehe blieb lange Jahre kinderlos. Die zunächst noch auf die engste Familie beschränkten Nachkommensorgen wurden allmählich zur genealogischen Verlegenheit des Hauses Habsburg. Da kam es gerade recht, dass zur selben Zeit der Ruf Ischls und seiner, inzwischen mit Wirers Namen eng verbundenen, Solebäder - auch für Fälle von Kinderlosigkeit - an das kaiserliche Hoflager gedrungen waren. Nach Badekuren in Ischl in den Jahren 1828 und 1829, die  Dr. Johann von Malfatti verordnet hatte, gebar Erzherzogin Sophie am 18. August 1830 in Schönbrunn den ersten von vier – in Hofkreisen "Salzprinzen" genannten – Nachkommen, Erzherzog Franz Josef, den späteren Kaiser Franz Josef I. Dr. Wirer wurde mit dem Ritterkreuz des Leopold-Ordens ausgezeichnet und mit dem Prädikat „von Rettenbach“ in den Adelsstand erhoben. Er starb hochverdient im Jahre 1844.

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Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie

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