Ihr Urlaubsmonat

Liabstatt Sonntag

Tausende Lebkuchenherzen im Salzkammergut

Traun im Salzkammergut Winter
Das romantische Winterparadies im Salzkammergut

Gegen jede Art von Schmerz, hilft ein echtes Liabstattherz - darum wurde dies auch im Salzkammergut vor Jahrhunderten erfunden.

Der Brauch: Liabstattsonntag

Besonders in Gmunden wird dieser Brauch noch heute ganz speziell zelebriert. Tausende Lebkuchenherzen werden gebacken und kunstvoll verziert mit Schwänen, Sprüchen und bunten Zuckerblumen. In Gmunden ist man richtig stolz auf den uralten Brauch. In vielen Haushalten findet man immer wieder Liabstattherzen als Wanddekorationen. Das Abbröckeln des Zuckergusses lässt das Alter der Liebesbezeugungen erahnen.

Doch wie alt ist der Liabstattbrauch wirklich?

Die karge Zeit des Fastens wurde durch die Sonntage unterbrochen, die niemals als Fasttage galten. Vor allem der Mitfastensonntag, der 4. Fastensonntag, steht im Zeichen heiliger Vorfreude. Im Raum Gmunden wird dieser Fastensonntag als "Liabstattsonntag" gefeiert, an dem man spruchbezierte Lebkuchenherzen austauscht und somit "Liebe abstattet".

In einer Legende wird dieser Brauch auf die Zeit der Gegenreformation zurückgeführt. Belegbar ist davon aber nichts, da die Aufzeichnungen zur Geschichte des Liabstattsonntags nur sehr spärlich sind. Verbreitet ist, dass der Passauer Bischof im Jahr 1641 die "Corporis-Christi-Bruderschaft" bestätigte, die im Sinne der Gegenreformation eine Vertiefung des religiösen Lebens in der Stadt bewirken sollte. Diese Bruderschaft wählte als Tag ihrer Jahreshauptversammlung den 4. Fastensonntag und begann den Tag mit einem Kirchengang und einem festlichen Mahl. Dabei sollen auch die Armen der Stadt geladen gewesen sein - als Zeichen brüderlicher Liebe zu dem Mitmenschen. Daraus soll sich der Liabstattsonntag, wie wir ihn heute kennen und schätzen, entwickelt haben.

Oder war es doch ein "Heiratsmarkt"?

Quellen aus dem Jahr 1856 sprechen am Mittfastensonntag von einer Art "Heiratsmarkt", an dem sich junge Mädchen besonders fein herausputzten, sich am Hauptplatz einfanden und hofften, von den Burschen im Lebzelterhaus zu Met eingeladen zu werden. Dieser Tag galt damals als jener Tag, an dem man Liebesverhältnisse begann, bestätigte oder auflöste. Von Lebkuchenherzen ist aber noch nicht die Rede.

Erst zu Beginn der 1930er Jahre lassen sich verzierte Lebkuchenherzen nachweisen. Der Liabstattsonntag in der heutigen Form ist also ein Ereignis der Folklorisierung, die mit der Gründung der Trachtenvereine zu Beginn des 20. Jahrhunderts einhergeht.

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